Tabaklexikon

Additive/Zusatzstoffe

Additive/Zusatzstoffe sind Stoffe, die Produkten bei der Herstellung zugesetzt werden, um ihnen bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Bei der Herstellung von Tabakprodukten häufig verwendete Additive sind u. a. Aromen, Konservierungsstoffe und Feuchthaltemittel. Eine Liste der in Tabakerzeugnissen verwendeten zugelassenen Zusatzstoffe hat das Verbraucherschutzministerium unter www.verbraucherschutzministerium.de veröffentlicht.

American Blend

Tabakmischung der Filterzigaretten bzw. Feinschnitt, bestehend aus amerikanischen Tabaken (Burley und Virginia) mit Zusatz von Orient-Tabaken.

Amerikanische Mixturen

aromatisierte Pfeifentabakmischung auf der Basis von Burley- und Virginia- Tabaken; mehr oder weniger süße Note mit großer Duftfülle.

Aromen

Aromen gehören zu den Additiven bzw. Zusatzstoffen, die u. a. bei der Tabakproduktion häufig Verwendung finden. So werden beispielsweise Aromen eingesetzt, um tabakfremde Geschmacksrichtungen zu kreieren (z. B. Menthol und Vanille), um Tabak geschmacklich „abzurunden“ oder geschmacklich weniger intensive Tabake „zu verbessern“ (z. B. Kakao und Lakritze).
 


Basma

Bester, aromatischer Orienttabak, »König des Tabaks«; die Tabakblätter werden in Reihen Blatt auf Blatt gelegt und gepresst.

Belt

Old Belt, bedeutende Tabakanbaugebiete in USA und Kanada.

Bird's Eye

Vogelauge, in Pfeifentabaken und Feinschnitten deutlich sichtbare runde und ovale Teile der geschnittenen Rippen.

Blattrippen

Als Blattrippen bezeichnet man die etwa bleistiftdicken Mittelrippen und die davon abzweigenden Blattsprossen. Sie geben dem relativ großen Tabakblatt Stabilität und dienen dem Transport von Wasser und Nährstoffen. Üblicherweise wird bei der Tabakverarbeitung die große Mittelrippe maschinell vom getrockneten Tabakblatt getrennt und zum Teil zu Folientabak oder expandierten Rippen verarbeitet, die als kostengünstiges Füllmaterial bei der Cigarettenproduktion der Tabakmischung zugefügt werden.

Blend

Bei Tabak spricht man bei einer Tabakmischung aus Tabaken unterschiedlicher Sorten und/oder Anbaugebiete von einem Blend. Die Herstellung der Tabakmischung wird als Blendung bezeichnet und sorgt für einheitliche Qualität und gleich bleibenden Geschmack.

Bei einem einzelnen Tabak kann hingegen die Qualität bzw. der Geschmack z.B. durch klimatische Bedingungen von Jahr zu Jahr leicht unterschiedlich ausfallen oder er schmeckt für sich allein genommen nicht so gut wie in Verbindung mit einer anderen Partie. Die in Europa am häufigsten verwendete Tabakmischung für Filtercigaretten ist der American Blend – eine Mischung aus Burley- und Virginiatabak sowie Orienttabak.

Blumenautabak

Nach der Stadt Blumenau benannter brasilianischer Tabak.

Brasiltabak

Bezeichnung des in Bahia, dem nordöstlichen Bundesstaat Brasiliens, angebauten Tabaks.

Burley / Burley Tabak

Burley Tabak zeichnet sich durch einen würzigen bis sehr robusten Geschmack aus und ist farblich in der Regel mittel- bis dunkelbraun. Obgleich es kaum reine Burley Blends gibt, ist Burley ein wichtiger Bestandteil von American Blend Mischungen, die weltweit sehr beliebt und in vielen Produkten zu finden sind.
 


Cavendish

Cavandish ist keine natürliche Tabaksorte, sondern das Ergebnis einer besonderen Verarbeitung von Virginia- und Burley-Tabak. Die gebräuchlichste Methode zur Herstellung von Cavandish besteht im Pressen des Tabaks bei gleichzeitiger Wärmezufuhr oder im Erwärmen des Tabaks durch Dampf. Durch beide Methoden wird der Tabak dunkler. Milder und süßer.

Crimp Cut

Engl. für Kräuselschnitt = Rauchtabak mit typischer Kräuselung, die durch eine nach dem Schneiden erfolgte Trocknung erzielt wird.

Cube Cut

In kleine Würfel geschnittene Presstabake.

Curly Cut

Pfeifentabak; in Streifen geschnittene Blätter heller und dunkler Rohtabake werden unter tropfenweiser Beigabe von Olivenöl zu einem dünnen Strang gedreht und in runde Scheibchen geschnitten.

Cutters

Schneidegut, Erntestufe des Virginiatabaks, Pflanzenteil in der Mitte der Tabakpflanze.
 


Dark-Fired

Dunkler Kentucky- und Virginiatabak, über offenem Feuer bei gleichzeitiger Räucherung getrocknet.

Djebel-Tabake

Orienttabake, die auf den höheren Berghängen wachsen.

Drehtabak

Drehtabak wird auch als Feinschnitt bezeichnet, da er feiner geschnitten und langfaseriger ist als der für Cigaretten verwendete Tabak. Der feinfaserige Tabak hat bessere Dreheigenschaften beim manuellen Herstellen einer Cigarette.
 


Englische Mixturen

Pfeifentabake (Virginia) von besonders würzigem Geschmack durch Beigabe sogenannter Würztabake (z.B. Latakia oder Perique); englische Mixturen sind häufig nicht aromatisiert.
 


Feinschnitt

Feinschnitt ist der Oberbegriff für Tabak in loser Form. Man unterscheidet u. a. zwischen Drehtabak und Stopftabak, der in der Regel feiner geschnitten ist als Cigarettentabak (Schnittbreite bis 1,2 mm).

Fermentation

Unter Fermentation wird eine organische Stoffumwandlung verstanden, an der Mikroorganismen beteiligt sind. Chemisch betrachtet handelt es sich um eine natürliche Oxidationsreaktion – eine Verbrennung, vor allem der organischen Bestandteile. Bei der Fermentation von Tabak zur Herstellung des einzigartigen Perique-Tabaks werden Tabakblätter mit Wasser angefeuchtet und gepresst mehrere Monate in Eichenfässern gelagert. Während dieser Zeit wird der Tabak regelmäßig wieder aus den Fässern genommen und gewendet. Durch die Fermentation entwickelt der Tabak eine intensive Stärke und ein süßliches Aroma.

Feuchtegehalt von Tabak

Der Feuchtegehalt von Tabak beschreibt den Anteil von Wasser im jeweils verwendeten Tabak. Industrieüblich werden z. B. Drehtabake mit einer Feuchtigkeit von 16–18% produziert.

Feuchthaltemittel

Feuchthaltemittel sind Zusatzstoffe im Tabak, die verhindern sollen, dass der Tabak zu stark austrocknet, denn trockener Tabak führt zu unerwünschten Geschmacksveränderungen. Speziell bei Feinschnitt verschlechtert sich durch zu trockenen Tabak auch die Drehbarkeit.

Filter

Die Filter der Cigaretten bestehen im Wesentlichen aus Celluloseacetat und dienen der Reduktion der Rauchinhaltsstoffe aus dem Tabakrauch. Durch unterschiedliche Filter können auch unterschiedliche Werte z. B. für Nikotin und Kondensat erzielt werden.

Fine Cut

Engl. Bezeichnung für Feinschnitt-Tabake.

Flake Cut

Spezieller Pfeifen-Presstabak, in dünne, etwa quadratische Scheiben geschnitten; muß durch Reiben aufgelockert werden, bevor man ihn in die Pfeife stopft.

Flavouring

Bei diesem Vorgang wird dem Tabak durch Zugabe aromatischer Substanzen ein besonderer Geschmack oder Geruch (Flavour) gegeben.

Folientabak

Zur Herstellung von Folientabak werden meist minderwertige Tabake, Tabakreste, Blattrippen etc. herangezogen. Folientabak ergänzt als kostengünstigeres Material die Tabakmischung bei der Cigarettenproduktion, das Herstellungsverfahren gleicht dem von Papier. Durch den Einsatz von Additiven wird dieses Material geschmacklich aufgewertet. Im Englischen wird Folientabak „reconstituted tobacco“ genannt, was so viel wie „wiederhergestellter Tabak“ heißt.
 


Galpao

In Schuppen getrocknete und in Stapeln fermentierte Tabake aus Brasilien.

Georgia

Flue cured Virginia, für Rauchtabak und Zigaretten; sehr gesuchte Virginiaqualität aus dem US-Staat Georgia.

Granulated

Pfeifen- oder Zigarettentabake, die mittels Spezialmaschinen gekörnt sind.

Grumpen

Die untersten Blätter der Tabakpflanze.
 


Halfzware

Halfzware-Feinschnitt ist ein langfaseriger und mehr oder weniger dunkler Tabaktyp vor allem aus Rohtabaken afrikanischen oder amerikanischen Ursprungs; besonders beliebt bei jungen Rauchern.

Holländische Mixturen

Pfeifentabake auf der Basis von milden Java-Tabaken; hervorragende Glimmfähigkeit, daher beliebt bei Pfeifenanfängern.

Holm

Verlängerung des Pfeifenkopfes, in den das Mundstück eingepasst wird.

Humidor

Der Begriff Humidor ist vom lateinischen „humidus“ abgeleitet und bedeutet "feucht". Ein Humidor ist i.d.R. eine Schachtel aus Holz mit einem innen liegendem Hygrometer und einem Befeuchtungselement. In einem Humidor werden zumeist Zigarren gelagert, die mit dem richtigen Feuchtegehalt und der richtigen Temperatur länger haltbar sind.
 


ISO

ISO" steht für „International Organization for Standardization“, also für Internationale Vereinigung der Normierungsorganisation. Die ISO erarbeitet und veröffentlicht für verschiedenste Produktbereiche Normen und Standards die EU-weit bindend sind. Die Untersuchung von Tabakprodukten wird durch mehrere ISO-Standards geregelt.

Izmir-Tabak

Früher Smyrna-Tabak, sehr kleinblättriger und besonders würziger Orienttabak aus der Türkei.
 


Kabakulak

Blattform des Orienttabaks, inzwischen bedeutendste griechische Orientsorte, da geschmacklich neutral und leicht.

Kentucky

Tabake aus den US-Staaten Kentucky und Tennessee, hauptsächlich für kräftige Rauchtabake.

Klimaneutral

Beim klimaneutralen Druck werden die nicht weiter vermeidbaren, im Druckprozess entstandenen CO2-Emissionen erfasst und mit dem Ankauf von CO2-Zertifikaten verbunden. Die Zertifikate finanzieren Klimaschutzmaßnahmen in ausgewählten Umwelt-Projekten, welche für einen Ausgleich durch Wiederaufforstung von Wäldern und CO2 Einsparungen bei der Energiegewinnung sorgen. Auf diese Weise können gleichzeitig neue Arbeitsplätze im Umweltsegment geschaffen und alternative Umwelttechnologien eingesetzt sowie weiterentwickelt werden.

Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid oder auch Kohlenstoffmonoxid ist ein gasförmiger Rauchbestandteil und entsteht u. a. bei der Verbrennung von Tabak. Kohlenmonoxid in hoher Konzentration hat eine toxische Wirkung und kann zu einer CO-Vergiftung führen. Der Kohlenmonoxidgehalt von Cigarettenrauch wird mit Hilfe von Rauchmaschinen nach ISO-Norm ermittelt und ist auf jeder Verpackung neben dem von Kondensat und Nikotin angegeben. Die EU-Höchstgrenze liegt bei 10 mg CO pro Cigarette.

Kondensat (Teer)

Kondensat ist ein Sammelbegriff für partikelförmige Rauchbestandteile, d. h., diese Bestandteile können mit einem Filter in einer Rauchmaschine aufgefangen werden. Das gesamte aufgefangene Kondensat bezeichnet man als Roh- oder Feuchtkondensat (engl.: Total Particular Matter, TPM).

In der weiteren Untersuchung werden dem aufgefangenen Kondensat das Wasser und das Nikotin entzogen. Auf Tabakprodukten wird das nikotinfreie Trockenkondensat angegeben. Die EU-Höchstgrenze für Cigaretten liegt bei 10 mg pro Cigarette.

Konservierungsmittel

Konservierungsmittel bzw. Konservierungsstoffe gehören zu den am häufigsten verwendeten Zusatzstoffen bei Tabakprodukten sowie anderen Genuss- und Lebensmitteln. Sie sollen den Befall durch Mikroorganismen wie z. B. Schimmel verhindern, die zu einem frühzeitigen Verderb der Produkte führen.

Krüllschnitt

Tabak in einer Schnittbreite von 1,5mm bis 2,25mm (für Pfeifen mit mittlerem bis großem Kopf).
 


Latakia

Latakia stammt ursprünglich aus Syrien. Nach dem Trocknen der Blätter in der Sonne, hängen sie über dem Rauch von offenem Feuer, wobei sie das Raucharoma in sich aufnehmen. Latakia ist ein Tabak, den wir nur als Gewürze einsetzen, da er sehr kräftig und würzig ist, so dass die meisten Pfeifenraucher seinen Geschmack beim Rauchen in reiner Form unangenehmen finden.

Lippenbiss

Pfeifenmundstück, bei dem die Öffnung leicht nach oben gerichtet ist, um lästigen »Zungenbrand« zu verhindern.

Loose Cuts

Diese lose geschnittenen Pfeifentabake sind sehr einfach zu stopfen. Loose Cuts werden nicht gepresst und müssen vor dem Stopfen nicht aufgelockert  werden. Sie sind daher besonders für den weniger erfahrenen Pfeifenraucher oder auch Einsteiger  geeigent.
 


Mangotes

(auch »Fresko« genannt) Stark soßierte Tabakblätter aus Brasiltabaken; wird vor der Verpackung zu Seilen bzw. Strängen gedreht, vor der Verschiffung in eingegerbte Rinderhäute verpackt; speziell für die Schnupftabak-Herstellung (Schmalzler-Tabake) geeignet.

Manila-Tabake

Erstklassige Zigarrentabake von den Philippinen, teils auch für Pfeifentabake.

Maryland-Tabake

Luftgetrocknete (air cured) Tabake aus dem US-Staat Maryland, besonders als Schneidegut und für dunkle Zigaretten geeignet.

Meerschaumpfeife

Pfeife aus einem Mineral, das sich durch tonartige Ablagerung vor Jahrtausenden in Flussniederungen gebildet hat, »Königin der Pfeifen«.

Menthol

Geschmacksstoff, der in fast jedem Snuff enthalten ist; wird durch Destillation aus der Pfefferminzpflanze gewonnen.

Mixture

Bei einer Mixture werden verschiedene Mischungspartien von Press-Tabak bis zum Loose Cut gemischt. Wieviel Vorbereitung das mit einer Mixture bedarf, hängt vom Anteil der Press Tabake ab. Sie werden wegen des interessanten Erscheinungsbildes und ihres ausgewogenen Geschmacks bevorzugt geraucht.
 


Nachhaltiger Anbau

Als nachhaltigem Anbau bezeichnet man die Herstellung landwirtschaftlicher Erzeugnisse durch möglichst naturnahe Produktionsmethoden. So wird u. a. auf Monokulturen, Pestizide und künstliche Düngemittel verzichtet. Stattdessen werden z. B. wechselnd verschiedene Nutzpflanzen angebaut und zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen setzt man außer auf den Anbau bewährter, robuster Sorten auch auf natürliche Schädlingsbekämpfung.

Navy Cut

(Marineschnitt) Leichte, helle Pfeifentabakmischungen, die keinen dunklen Würztabak enthalten.

Nikotin

Nikotin ist ein natürlicher Inhaltsstoff von Tabak und gehört zusammen mit Kondensat und Kohlenmonoxid zu den Rauchinhaltsstoffen, die auf der Tabakverpackung deklariert werden müssen. Je nach Dosis hat Nikotin eine anregende bis toxische Wirkung. Ein Teil des im Tabak enthaltenen Nikotins geht in den Rauch einer Cigarette über. Auf der Packung wird das Rauchnikotin angegeben, das als Bestandteil des Kondensats in einer Rauchmaschine nach Standardtestverfahren (ISO) aufgefangen und analysiert wird. Die EU-Höchstgrenze liegt bei 1,0 mg pro Cigarette. Insgesamt gibt es mehr als 300 weitere Inhaltsstoffe im Tabakrauch.
 


Organic Tobacco

Der Natural American Spirit® Organic Blend erfüllt die strengen Kriterien des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums für ökologischen Landbau. Nur ein solcher Tabak darf als Organic Tobacco bezeichnet werden. Der Anbau dieses außergewöhnlichen Tabaks ist aufwendiger als der anderer Tabake, obwohl die Anbauflächen oft um ein Vielfaches kleiner sind. Es sind vor allem Familienbetriebe, die wir für unsere Idee begeistern konnten, rein biologisch angebauten Tabak zu produzieren. Der natürliche Anbau des Tabaks sorgt für eine hervorragende Qualität, schont die Umwelt und fördert nachhaltige Landwirtschaft. In vielen Betrieben werden die Tabakblätter wegen der kleinen Anbauflächen sogar noch von Hand geerntet, da sich der Einsatz von Maschinen nicht lohnt. Nach der Ernte werden die groben Blattrippen entfernt und der Organic Tobacco reift bis zu drei Jahre. Dadurch entwickeln sich die Aromen für einen ganz besonderen Tabakgeschmack.

Orient Tabak

Als Orient Tabak wird Tabak bezeichnet, der überwiegend im Orient und auf dem Balkan angebaut wird. Typisch für den Orient Tabak sind viele kleine Blätter und ein vergleichsweise niedriger Nikotingehalt bei starkem Aroma mit milder Würze. Orient Tabak wird zumeist sonnengetrocknet, er gedeiht gut auf kargen kalkhaltigen Böden.
 


Perique-Tabak

Vor über 400 Jahren wurde dieser Tabak erstmals von den Choctaw- und Chickasaw-Indianern angebaut. Der Name Perique ist der Spitzname von Pierre Chenet (Perique = spanischer Kosename für Pierre). Der Geschichte nach war er der erste Nicht-Indianer, der Perique-Tabak herstellte. Perique (gesprochen: pe-rik) ist ein dunkler, intensiv-würziger Tabak, der heute nur in einem kleinen Gebiet von Louisiana (USA) auf kleinen Farmen nach alter Tradition angebaut und weiterverarbeitet wird. Dazu werden die speziellen Tabakblätter des Perique-Tabaks mit Wasser angefeuchtet und gepresst in Eichenfässern gelagert. Der Tabak wird dann immer wieder aus den Fässern genommen und gewendet, wobei es zur Fermentation kommt. Dieser natürliche Prozess dauert mehrere Monate. Durch dieses einzigartige Verfahren bekommt der Perique-Tabak seinen unnachahmlichen Geschmack, seine intensive Stärke und sein würziges Aroma.

Pestizide / künstliche Düngemittel

Pestizide sind chemische Substanzen, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden, um Schädlinge zu bekämpfen, die Ernteausfälle verursachen können. Oft werden Pestizide präventiv eingesetzt, um einem Schädlingsbefall vorzubeugen. Künstliche Düngemittel sind chemisch hergestellte Stoffe und Stoffgemische, die den Pflanzen während der Wachstumsphase zugeführt werden. Sie sollen höhere Erträge oder schnelleres Wachstum bei Kulturpflanzen erzielen. Im biologischen Anbau wird auf den Einsatz von Pestiziden und künstlichen Düngemitteln verzichtet.

Pouch

Als Pouch wird die Umverpackung des Drehtabaks bezeichnet, also der Drehtabakbeutel.

Press-Tabake, mit weniger Druck gepresst

Mit etwas Erfahrung lassen sich diese Pfeifentabake unbeschwert genießen. Sie bieten ein intensives Geschmacks-Erlebnis. Für die notwendige „Lockerheit“ werden verschiedene Techniken wie z.B. leichte Pressungen, besondere Schnitt-Techniken oder Auflockerung in der Wirbeltrommel angewendet. Eine besondere Spezialität ist der Curly Cut, der zunächst von Hand zu einem langen Strang gesponnen und dann in feine Scheiben geschnitten wird.

Presstabak (traditionell), mit hohem Druck gepresst

Der Genuss dieser Pfeifentabake bedarf einige Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Für die maximale Geschmacks-Intensität wurden die Tabake mit hohem Druck gepresst. Vor dem Stopfen müssen sie daher vorsichtig mit der Hand aufgelockert werden.

Provenienzen

Herkunft, Ursprung des Rohtabaks.
 


Rauchinhaltsstoffe

Tabakrauch enthält mehr als 300 Inhaltsstoffe, die entweder beim Verbrennungsprozess einer Cigarette entstehen oder aber Bestandteile des Cigarettenpapiers oder des Tabaks sind. Einige der Rauchinhaltsstoffe wie Nikotin, Kondensat und Kohlenmonoxid sind deklarierungspflichtig und werden nach Standardtestverfahren (ISO) ermittelt. In der EU gibt es für Cigaretten Grenzwerte dieser Rauchinhaltsstoffe, die nicht überschritten werden dürfen. Diese Grenzwerte betragen: 1 mg bei Nikotin, 10 mg bei Kondensat und 10 mg bei Kohlenmonoxid (CO).

Rauchmaschine

Zur Bestimmung von Rauchinhaltsstoffen wird Rauch unter definierten Bedingungen erzeugt und aufgefangen. Dazu werden Rauchmaschinen eingesetzt, die Cigaretten mit vorgegebenen Parametern wie der Stärke und Dauer eines Zuges oder der Dauer zwischen zwei Zügen abrauchen. Der Rauch, der dabei durch das Mundende der Cigarette strömt, wird für die folgenden Analysen aufgefangen. Die eingestellten Parameter sind durch ISO-Normen vorgegeben und müssen nicht Ihren individuellen Rauchgewohnheiten entsprechen. Daher können Ihnen die Werteangaben auf der Cigarettenpackung nur als Richtwerte dienen.

Ready Rubbed

Flakes, die vor dem Verpacken in einer Wirbelkammer schon pfeifengerecht aufgelockert wurden.
 


Schmalzler

Der Schmalzler-Schnupftabak hat seinen Namen aus der früher üblichen Beimischung von Butterschmalz.

Snuff

Mentholhaltiger Schnupftabak ursprünglich englischer Geschmacksrichtung, der feiner gemahlen wird als Schmalzler.

Stopftabak

Stopftabak wird zum Stopfen des Feinschnitts in Hülsen verwendet und ist etwas breiter geschnitten als Drehtabak, denn der breitere Schnitt lässt sich leichter mit Stopfmaschinen verarbeiten.

Straight Grain

Eng zusammenliegende, aufwärtsstrebende Streifen einer Pfeife; repräsentieren für Kenner den höchsten Wert.

Strips

Maschinell entrippte Tabakblätter.

Sumatra

Tabaksorte, hauptsächlich als Deckblatt für Zigarren verwendet.
 


Tabak

Tabak (Nicotiana) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, zu der auch die Tomate und die Kartoffel zählen. Es sind 65 Nicotiana-Arten bekannt, deren gemeinsames Merkmal das spezifische Alkaloid Nikotin ist. Nikotin wird in den Pflanzenwurzeln produziert und in den Blättern eingelagert.

Tabak-Erfrischer

Der Natural American Spirit® Tabak-Erfrischer ist ein „Mini-Humidor“, der zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit des Tabaks in der Pouch oder der Stopftabakdose eingesetzt werden kann. Dieser Erfrischungsstein aus Ton kann Feuchtigkeit für längere Zeit speichern. Einmal befeuchtet, gibt der Tabak-Erfrischer in der Drehtabakverpackung oder der Tabakdose die Feuchtigkeit langsam an den Tabak ab und schützt ihn somit vor dem Austrocknen. Andererseits kann der trockene Tabak-Erfrischer auch die Feuchtigkeit von zu feuchtem Tabak aufnehmen.

Tabakreste

Tabakreste fallen als sehr kleine Blattteile (Scraps) bei der Entfernung der Blattrippen an. Auch bei der Weiterverarbeitung des Tabaks zu Cigaretten oder Drehtabak entstehen Tabakreste, überwiegend in Form von Tabakstaub. Tabakreste werden häufig zu Folientabak weiterverarbeitet und dann in der weiteren Herstellung wiederverwendet.

Trocknungsverfahren

Man unterscheidet suncured (sonnengetrocknet), aircured (luftgetrocknet) und fluecured (heißluftgetrocknet); während insbesondere Orienttabak auf natürliche Art in der Sonne trocknet, wird Burleytabak in luftigen Schuppen und Virginiatabak in speziellen Heißluftkammern getrocknet.
 


Virginia

Sammelbegriff für großblättrigen, hellen und süßen Tabak, wie er für die American Blend-Zigarette benötigt wird; Ursprung in den US-Staaten Virginia, Nord- und Süd-Carolina, Georgia und Florida.

Volumentabak

Volumentabake werden auch expandierte oder Blähtabake genannt. Bei der Herstellung von Blähtabak wird in aufwendigen Verfahren das Volumen des bereits geschnittenen Tabaks um bis zu 70 % vergrößert bzw. aufgebläht. Durch Anteile von Blähtabak in Tabakmischungen lassen sich z. B. die Nikotin- und Kondensatwerte reduzieren. Häufig werden sie aber schlicht zur Kostenersparnis eingesetzt, denn der Einsatz von Blähtabak reduziert die benötigte Menge Tabak pro Cigarette.

Virginia Tabak

Der aus der Region des heutigen US-amerikanischen Bundesstaates Virginia stammende Tabak wird als Virginia Tabak bezeichnet und gilt heutzutage als Überbegriff für großblättrige helle Tabake. Mittlerweile wird Virginia Tabak in der ganzen Welt angebaut. Die Pflanzen enthalten im Vergleich zu anderen Sorten einen hohen natürlichen Zuckeranteil, der sich auf den Geschmack des Tabaks auswirkt. So zeichnet sich Virginia Tabak besonders durch seine helle goldbraune Farbe und sein ansprechend mildes Aroma aus und bildet damit die Basis für viele Tabakmischungen, sogenannte Blends. Die großen Tabakblätter werden von unten nach oben in von der Reife abhängigen Zeiträumen von der Pflanze geerntet, wobei die höher gelegenen, empfindlicheren Blätter häufig noch handgeerntet werden. Die Trocknung von Tabakblättern erfolgt je nach Verwendungszweck, Virginia Tabak wird jedoch in der Regel durch Wärmetrocknung zu Rohtabak ausgereift. Dabei wird warme Luft durch die Trocknungsräume geleitet und verhilft dem Tabak seinem typisch milden Aroma.
 


Wild Cut

Unterschiedliche Schnittarten der einzelnen Tabaksorten innerhalb einer Mischung.
 


Zigarettenpapier

Zigarettenpapier hat die zentrale Aufgabe, den Tabak zusammenzuhalten, damit er geraucht werden kann. Es besteht in der Regel aus Zellstoffen, die aus Holz, Hanf oder Flachs hergestellt werden. Das Zigarettenpapier ist luftdurchlässig, wodurch die Nikotin- und Kondensatwerte reguliert werden können.

Zware

Gehören zur Gruppe der Halfzware-Tabake, der Anteil des besonders dunklen und herzhaften Blattgutes ist erhöht.

Quelle: Pöschel-Tabak, Natural American Spirit, Scandinavian Tobacco, Arnold André